Montag, 16. Oktober 2017

Rezension: "Klosterschatz", Tanja Rast





Inhalt/Meinung

„Klosterschatz“ ist der 3 Band der „Magie verfallen“-Reihe, wobei jedes Buch für sich allein gelesen werden kann. Es stehen immer zwei grundverschiedene junge Männer im Mittelpunkt, die einige Hürden hinter sich bringen müssen, bis sie bemerken, dass sie eigentlich total gut zusammenpassen. Ob sie am Ende aber zusammenkommen steht oft in den Sternen. Passten der Klosterschatz und ich zusammen? Finden wir es heraus…

Im Fokus stehen Torik und Livan, wobei Torik am Anfang mehr weggetreten ist als alles andere. Livan rettet ihn und ein paar Nonnen vor einigen Gegnern und bringt es dann nicht übers Herz einfach wieder zu gehen. Er beschließt, die Gruppe bis zum nächsten Kloster zu begleiten, um ihre Sicherheit zu gewährleisten. Außerdem ist der zumeist sehr fiebrige Torik doch recht interessant, wie sich Livan sehr schnell eingestehen muss.

Livan war von Anfang an ein sehr netter Mann. Ich kann es nicht anders sagen. Er ist groß, stark und eben einfach nur nett, in allen Belangen. Livan fühlt sich zwar zu Torik hingezogen, würde in diese Richtung aber nie etwas unternehmen, solange der Kranke nicht ansprechbar ist. Livan hat es in seinem Leben nicht leicht gehabt und das merkt man auch immer wieder. Trotzdem hat er das Herz am rechten Fleck und weiß gut von böse zu unterscheiben. Und ihm ist bewusst, dass man die eigenen Belange manchmal auch zurückstellen muss, um dem großen Ganzen dienen zu können.

Torik ist dem Tod näher als dem Leben, als er von Livan gerettet wird. Selbst in seinem fiebernden Zustanden macht er sich mehr Sorgen um die Nonnen, will ihnen helfen und ist doch zu reiner Hilflosigkeit verdammt. Auch er war ein ziemlich lieber Kerl. Er heilt schnell und als Soldat hat er ein Ziel, das erreicht werden will, komme was da wolle. Oder wer da wolle, denn auch von Livan will er sich da nicht aufhalten lassen. Auch wenn er zu lieb ist, um es wirklich böse zu meinen.

Neben den beiden Männern gibt es da noch die Frauen, die eine sehr große Rolle spielen und zusammen mit dem fantastischen Setting wirklich Spaß gemacht haben. Sie sind stark und wissen was sie wollen. Und die Frauen setzen das auch durch, egal was auf sie zukommt. Die Welt ist wie immer großartig. Tanja Rast versteht es einfach wunderbar aus Wörtern Bilder zu zaubern. Ich hätte gern die eine oder andere Ruine besichtigt, denn sie sahen schon in meinen Gedanken wirklich mega aus.

Und wahrscheinlich nutze ich das Wort hier ein paar Mal zu viel, aber ich kann die beiden Protagonisten nicht anders beschreiben. Freundlich, liebenswürdig und …. Eben einfach nett. Mir fehlte der gewisse Biss, auch wenn zwischen den beiden eindeutig die Funken geflogen sind. Es las sich an manchen Stellen, als würde ich nur an der Oberfläche kratzen. Als würden Livan und Torik sich zurückhalten. Vielleicht waren sie auch schüchtern, schließlich kannten sie und ich uns noch nicht lange, aber ich beiße ja nicht (meistens^^). Sie hätten ruhig etwas mehr aus sich heraus gehen können.

Nichtsdestotrotz ist Klosterschatz eine richtig interessante Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Was für Entscheidungen trifft man, wenn die eigenen Moralvorstellungen mit der Realität einfach nicht vereinbar sind? Wenn man die eigenen Prinzipien ganz schnell überdenken muss, weil es ums eigene Überleben geht? Und das es kein schwarz / weiß-Denken gibt, weil die Grautöne einfach zu vielseitig sind, um das man sie ignorieren könnte.

Fazit

„Klosterschatz“ ist eine solide Fantasy-Geschichte, mit großem romantischem Anteil und vielen leisen Tönen zwischen den Zeilen, die zum Nachdenken anregen. Die zwei Protagonisten hätten ruhig etwas mehr „nicht nett“ sein können, was aber nicht heißt, dass sie schlecht sind. Zusammen mit den starken weiblichen Nebenfiguren machen sie aus „Klosterschatz“ einen würdigen dritten Band der „Magie verfallen“-Reihe.


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https://www.amazon.de/Klosterschatz-Magie-verfallen-Tanja-Rast-ebook/dp/B073QB3XL2/ref=sr_1_1?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1499414127&sr=1-1&keywords=Klosterschatz


Klappentext

Der Magie verfallen – das ist eine Gay-Fantasy-Reihe um Krieger und Magier, Priester und Diebe. Jeder Roman erzählt die Romanze zweier gegensätzlicher junger Männer – zwischen Gefahren, Abenteuern und großen Gefühlen.

Schwer verwundet wird der Rebell Torik zusammen mit einer Handvoll Nonnen von den machthungrigen Eroberern gefasst, um in der Hauptstadt als abschreckendes Beispiel hingerichtet zu werden.
Doch während einer Rast in einer Klosterruine erscheint Torik die atemberaubende Fiebervision eines hochgewachsenen, muskulösen jungen Mannes. Verblüffend nur, dass dieses Traumgebilde die Gegner mittels einer Schaufel niedermacht und sich während Toriks Genesung als ein rücksichtsvoller vormaliger Mönch namens Livan entpuppt. Zusammen mit den Nonnen schmieden die beiden ungleichen Männer einen Plan, das Reich von dem Joch der Eroberer zu befreien. Bis Livans dunkle Vergangenheit sie einholt …












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