Montag, 11. September 2017

Rezension: "Cheetah Manor - Das Erbe", Melissa David




Inhalt/Meinung

Ich lese wirklich sehr gern die Geschichten von Melissa David. Mit „Cheetah Manor“ hat sie sich von ihren Vampiren weggewagt und ich war wirklich gespannt, ob mich die Geschichte ebenfalls wieder so begeistert. Finden wir es heraus…

Als ich den Namen hörte, dachte ich zuerst an einen Affen und an den Film „Casper“. Fragt mich nicht, es war eine Kurzschlussreaktion, die ich zog. Gut, dass weder das eine noch das andere mit dem Buch zu tun hatte. In „Cheetah Manor“ geht es um Sarah und Darren, die beide sehr viel in ihrem Leben erlebt haben und ein großes Päckchen Probleme zu tragen haben.

Ich möchte gar nicht viel zu diesem Buch sagen, denn es ist ein erster Band und ich hab echt Angst, zu spoilern. Aber ein bisschen was geht  doch. ^^

Sarah ist eine junge Frau, die ihren Weg geht und die ein Ziel vor Augen hat. Das wird alles sehr kompliziert, als ihr Mann und ihr Bruder bei einem Unfall ums Leben kommen. Sarah kann ihr Haus finanziell nicht halten und tritt schweren Herzens das Erbe an, das ihr Mann ihr hinterlassen hat. Der letzte Wille führt Sarah nach Cheetah Manor. Eine Baumwollplantage in Louisiana, auf der sie sich zuerst völlig fehl am Platz fühlt. Auch die Abneigung, die ihr Darren entgegenbringt, macht alles nicht leichter. Sie ist der Ansicht, dass sie mit allem allein klar kommen muss und so trifft Sarah ein paar unüberlegte Entscheidungen, die unschöne Konsequenzen nach sich ziehen.

Darren ist ein eigenbrötlerischer, unfreundlicher Mann, der Sarah einfach nicht da haben will, wo sie ist. Er sieht sein Anwesen, seine Plantage und sein Lebenswerk in Gefahr, denn die Frau übt eine unwirkliche Anziehung auf ihn aus, der er nicht nachgeben kann, schließlich ist sie immer noch die Witwe seines Bruders. Außerdem hat er so viele große Geheimnisse, die Sarah nicht erfahren darf. Und auch Darren trifft Entscheidungen, die nicht immer überlegt und manchmal einfach nur seinem Sturkopf zuzuschreiben sind.

Während der Geschichte dachte ich immer mal wieder „Redet doch miteinander!“, weil Sarah und Darren wirklich verbohrt und bockig waren. Und trotzdem war es ein Spaß, den beiden zuzusehen, wie sie super zu einander passen würden, aber dauernd dagegen arbeiten. Wie sie sich ergänzen und ein Team sein könnten, wenn sie die Augen öffnen würden.

Auch wenn die beiden Protagonisten sehr stur sind, ist die Geschichte doch wirklich wundervoll. Der Südstaatenflair kommt mit jedem einzelnen Wort rüber. Sobald ich mit Sarah auf dem Anwesen ankam, wurde ich in diese Welt gezogen und verlor mich zwischen Baumwolle, Magie und Sonnenuntergängen. Gerade die Magie spielt eine große Rolle auf Cheetah Manor. Sie war nicht irgendwie künstlich sondern fügte sich in das große Ganze ein. Es war wir ein Zauber, der aus den Worten floss und in mich hinein. Der Zauber von Cheetah Manor, der die Zeit vergehen ließ, ohne dass ich es mitbekam. Was passiert ist? Ich hab das Buch angefangen zu lesen und erst wieder weggelegt als ich fertig damit war.

Cheetah Manor ist mehr als eine Liebesgeschichte. Es ist eine Liebe zum Südstaatenflair, eine Liebe zur Baumwollplantage, eine Liebe zu dem eigenen Selbst und wer und was man ist. Eine Liebe, die man zuerst gar nicht erkennt und die langsam geweckt wird. Diese Geschichte lebt von Gestaltwandlern, Südstaaten-Vorstellungen und Figuren mit Ecken und Kanten. Intrigen, das gute alte „Aneinander vorbeireden“ und Leidenschaft bauen die Reise von Sarah und Darren auf und bringen sie auf einen Weg, denn sie wohl nur gemeinsam zu Ende gehen können.

Fazit

Ich mag Gestalwandler-Geschichten. Aber die Guten! Leider sieht man ja von außen nicht immer, ob es eine tolle Geschichte ist oder eben nicht. „Cheetah Manor“ ist eine der sehr fantastischen Gestaltwandler-Geschichten! Ich verlor mich zwischen Magie und Leidenschaft. Zwischen Südstaatenromantik und dem Schweiß auf einer Baumwollplantage. Ich verlor mich zwischen Problemen, Intrigen, Hass und Neid. Und ich verlor mich in den Worten, die die Autorin um die Protagonisten gesponnen hat.
„Cheetah Manor“ gehört zu den Geschichten, die man gerne noch ein zweites Mal lesen möchte, weil sie so schön waren. Ich freue mich jetzt schon auf Band 2!


 * * *


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Klappentext

"Jede Frau hat ihren Preis. Ich werde deinen herausfinden und dafür sorgen, dass du Cheetah Manor so schnell wie möglich wieder verlässt.“

Sarahs Leben bricht zusammen, als ihr Bruder Alex und ihr Ehemann Brain Morgan ums Leben kommen. Kurz darauf steht ein Anwalt aus Louisiana vor ihrer Tür, der ihr eine Verzichtserklärung für ihr Erbe unter die Nase hält.
Um ihr Haus in München halten zu können, will Sarah das Erbe antreten und fliegt nach Louisiana. Dort erwartet sie nicht nur eine bezaubernde Baumwollplantage im Südstaatenstil, sondern auch Darren, Brains Bruder, der alles daransetzt, sie wieder loszuwerden.
Als sie einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur kommt, wird ihr von unerwarteter Seite Hilfe angeboten. Wird Sarah auf das Angebot eingehen oder ist es besser, Cheetah Manor für immer zu verlassen?

Eine packende Gestaltwandlergeschichte vor der Kulisse einer Südstaatenplantage.





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