Montag, 10. Juli 2017

Rezension: "Melody of Eden - Blutgefährten", Sabine Schulter




Inhalt/Meinung

Vampire. Kennt man, oder? Ich finde ja, dass Vampire mittlerweile ich einen schweren Stand haben. Denn mal ehrlich, man hat doch irgendwie schon mal alles gelesen, was mit den Blutsaugern zu tun hat. Oder? Oder?! Also mir geht es auf jeden Fall so und deswegen war ich noch gespannter als sonst, was die Autorin mit hier präsentierte! Denn seit Glitzer und Co mache ich einen Bogen um Vampirgeschichten.

Zuerst möchte ich gerne das Setting erwähnen. Die Welt ist die, die wer kennen und dann doch nicht. Die Menschen wissen, dass es Vampire gibt. Sie leben untereinander, unerkannt. Es sind Gerüchte, die durch die Stadt wehen, wie der Geruch von frischem Blut. Es gibt gute und böse Vampire, wobei die „bösen“ wirklich böse sind, fast schon tierisch. Die Guten arbeiten nachts bei der Polizei und kümmern sich meistens um Vermisstenfälle, denn leider ist es wohl so, dass die Menschen oft von den niederen Vampiren verschleppt und ausgesaugt werden.
Dieser Aspekt hat mir wirklich gefallen. Die klare Trennung von Gut und Böse. Und selbst die guten Vampire taten das, was sie eben tun, um sich bewusst von den anderen Vampiren abzugrenzen. Die Nachtpolizei schützt die Menschen quasi vor Ihresgleichen.
Die Atmosphäre empfand ich als durchgehen düster und hat eine super Stimmung erzeugt.

Eine der Hauptfiguren ist Melody. Melody ist eine junge Frau, die unbedingt mal einen Vampir sehen möchte. Tja und damit fangen die Probleme quasi an und Melodys Leben entwickelt sich in eine Richtung, mit der sie niemals gerechnet hatte.
Ich mochte Melody, denn obwohl alle Menschen mehr oder weniger Angst vor den Vampiren hat, ist sie erfrischend offen und stellt sich dem Mythos ganz ohne Vorurteile entgegen. Sie lebt mit den Konsequenzen ihrer Entscheidungen und bereut nicht ewig etwas, was nicht zu ändern ist. Sie packt die Dinge an, und grübelt nicht lange rum. Außerdem empfand ich sie als wirklich ehrlich. Melody spielt keine Spielchen sondern meint die Dinge so, wie sie diese sagt. Und sie war auch nicht zickig oder hielt sich für etwas Besseres.
Melody war erfrischend normal, das Mädchen von nebenan, die ich mir gut als Freundin hätte vorstellen können.

Die andere Hauptfigur ist Eden. Eden ist ein Vampir und Mädels: er ist heiß! :-D
Also nicht im klassischen Sinne, sondern es ist eher seine Ausstrahlung, sein Verhalten, dass ihn sehr anziehend wirken lässt. Es ist diese dunkle, düstere Aura, die ihn umgibt und der auch ich mich nicht lange entziehen konnte. Natürlich hat Eden viel erlebt, auch schlimme Dinge, weswegen er ist, wie er ist. Er sieht sich nicht mehr als Mensch, oder menschlich, egal auf welche Weise. Das wirkte aber auch nicht aufgesetzt oder erzwungen, sondern echt. Er hadert mit sich und kann das, was er erlebt hat, nicht verarbeiten. Die Konsequenzen seiner Entscheidungen liegen schwer auf seinen Schultern. Eden redet nicht viel, aber wenn, dann sind das Dinge, über die es sich nachzudenken lohnt.
Auch ihn mochte ich. Genau wie die ganze Truppe der Nachtpolizei. Sie sind alle auf ihre Art einzigartig, lustig, interessant, düster, nervig… :-D. Die Autorin hat da wirklich eine fantastische Vampirgeneration erschaffen!

Bei Vampirgeschichten achte ich ja auch immer auf die Logik. Schnell schleicht sich eine Kleinigkeit ein, die so nicht sein kann. Oder aber es läuft nach Schema F ab und fertig. Aber auch hier empfand ich die Idee und die Umsetzung erfrischend. Die Vampire brauchen Blut, klar, aber sie saugen nicht einfach wahllos rum, sondern sind Regeln unterworfen, die den Bestand der Menschheit sichern. Natürlich gibt es auch hier welche, die sich nicht daran halten, wäre sonst ja auch langweilig. ^^

Melody gerät durch Eden und durch ihre Neugier in eine Welt, die sie so gar nicht kennenlernen wollte. Gewalt, Tod und Hass sind an der Tagesordnung und selbst Melody, mit ihrem sonnigen Gemüt, hat es nicht immer leicht, gegen die Vorurteile der anderen anzukommen. Aber durch Eden erkennt sie, dass manche Vorurteile einfach so alt sind, dass man sie nur noch akzeptieren kann.
Eden steckt tief im Sumpf des Selbsthasses drin, als dass er noch die Schönheit der Welt um sich herum erkennen könnte. Durch Melody und ihre offene, unkomplizierte Art erkennt er langsam, dass man manche Entscheidungen einfach akzeptieren und mit ihnen leben muss, anstatt dagegen anzukämpfen.
Gemeinsam bereichern sie sich auf eine erfrischende Art und Weise und auch wenn die Story „Mädchen – Vampir“ an sich nicht neu ist, ist die Geschichte „Melody of Eden“ alles andere als langweilig.

Fazit

„Melody of Eden“ ist der erste Band einer Trilogie und macht aufgrund seiner Spannung, seiner fantastischen Atmosphäre und des interessanten Settings endlich wieder Lust auf Vampire! Melody und Eden sind ein Figuren-Paar, das anders ist und nicht mit den üblichen Klischees um sich wirft. Auch wenn die Atmosphäre durchweg düster war, empfand ich Band 1 als sehr erfrischend im Bereich der Jugend-Vampir-Romane!



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Klappentext

Vampire – Mythos oder Wahrheit? Diese Frage stellt sich auch die 23-jährige Melody, als sie gemeinsam mit ihrer Freundin die unterirdischen Gänge ihrer Heimatstadt erforscht. Schon immer hat sie sich gefragt, ob es diese Wesen der Nacht tatsächlich gibt. Es wird gemunkelt, dass die Regierung ihre Existenz zu vertuschen versucht, und Melody würde nur zu gerne herausfinden, warum. Als sie plötzlich von einer unheimlichen Kreatur in die Tiefe gerissen und von einem unglaublich anziehenden Mann gerettet wird, ist ihr Wissensdurst nicht mehr zu stillen. Doch schon bald muss Melody herausfinden, dass es Wesen gibt, die man besser nicht auf sich aufmerksam macht…









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