Samstag, 18. Januar 2020

Schmachten & Schlachten-Reihe von Tanja Rast // Roveon








Roveon, der blinde und aufbrausende Feuermagier des Kaisers, hat die Aufgabe, die Klippenstadt zu verteidigen. Doch als eine feindliche Übermacht die Mauern überwindet, bleibt auch ihm nur der Rückzug. Zusammen mit der Küchenmagd Yaelin flüchtet er in die unterirdischen Friedhöfe im Klippengestein. Die Sicherheit trügt, denn die Angreifer haben es offenbar auf Roveon selbst abgesehen. Und er ist mit dieser störrischen Magd geschlagen, die ihn zwar nach Kräften unterstützt, aber auch sichtlich Gefallen daran findet, ihn herumzukommandieren. Gleichzeitig scheint sie nicht abgeneigt, ihrerseits Roveon zu erobern …


Jeden Samstag wartet jetzt auf euch eine Vorstellung der Schmachten & Schlachten-Reihe. Ich starte mit Roveon, einem blinden Feuermagier, der etwwas arrogant ist und dennoch ein gutes Herz hat. Ich habe mir Roveon, Yaelin und die Autorin höchstselbst für ein Interview eingeladen. Wollen wir mal sehen, was sie von meiner Fragenei halten.  



Roveon, wie lebt es sich mit deiner Blindheit als Feuermagier? Hat sie dich jemals eingeschränkt?


Die Feuermagie kam ja erst zu mir, als ich den Kinderschuhen entwachsen war. Vorher war ich ein einfach nur ein Kind, das nichts sehen konnte und zur Unterhaltung seiner Vettern herhalten musste, die es sehr witzig fanden, mich in die Kellerebenen der Burg zu schleifen und dann alleine zu lassen. Ich galt als der Schandfleck meiner Familie, deren übrige Mitglieder alle so perfekt waren. Als die Feuergabe in mir erwachte, war ich mit einem Mal nützlich. Sonst hat sich nicht viel verändert. Gut, meine Vettern wagten nicht mehr, mir ihre Streiche zu spielen. Doch noch immer galt ich als der Krüppel, für den mein Vater sich schämte.

Für mich war die Feuermagie ein Segen, denn nicht nur machte sie mich zu einem nützlichen Schandfleck, sondern zusammen mit ihr kam meine Fähigkeit, durch die Augen anderer in meiner Nähe zu sehen. Etwas, was ich vor den anderen geheim hielt. Ich liebe es, wie sie staunen, da ich mich sicher bewegen kann, Gesprächspartnern scheinbar ins Gesicht blicke und keinesfalls mehr hilflos bin.


Du wurdest in der Geschichte ja sehr herumgescheucht. Hast du deine Autorin dafür manchmal verflucht? Hättest du es gerne manchmal einfacher gehabt? 

Manchmal verflucht? Ich habe keine Ahnung, womit ich das verdient habe, was sie mir alles antun musste! Ich spreche dabei noch nicht einmal von all den Gefahren. Ich war im Auftrag meines Kaisers in der Klippenstadt, ich wusste, dass ich gegen starke Gegner antreten musste. Aber diese beharrlich perfide Art, mit der meine Autorin mir jeden erdenklichen Stein in den Weg rollte, den sie irgendwie auftreiben konnte, wäre nun wirklich nicht notwendig gewesen.
Immer, wenn ich dachte, dass sich nun alles zum Guten wenden könnte, dass ich die Initiative ergreifen und den Konflikt beenden könnte, kam sie grinsend daher und präsentierte ein neuerliches Problem. Das ist schlichtweg unlauter!


Lieber Roveon, gibt es etwas, was du deinen Lesern schon immer mal sagen wolltest, dich Tanja hat aber nie sagen lassen? Jetzt hast du die Möglichkeit dazu!

Ich bewundere Yaelin von Herzen. Ihren Mut, ihre Härte, ihre oft von mir verfluchte Sturheit und ihre Fähigkeit, immer genau das zu tun, womit ich nicht rechne. Mitunter wäre es mir lieb gewesen, wenn auch sie mich ein klein wenig bewundert hätte.
  




Yaealin, sag mal, war es sehr schwer, mit Roveon zusammenzuarbeiten?


Nein, überhaupt nicht. Ich hatte den Vorteil, ihm das erste Mal zu begegnen, als er entsetzliche Angst vor einer Entdeckung durch die Seeräuber hatte. Da hatten wir etwas gemeinsam, und ich muss zu seiner Ehre sagen, dass er nicht nur daran dachte, sich selbst zu retten. Dann entdeckte ich sehr schnell, wie ich mit ihm umgehen und wie ich ihn behandeln muss, damit er das tut, was ich für richtig halte. Das war nur vernünftig und nahezu Notwehr, da er sich in der Klippenstadt gar nicht auskannte und ganz bestimmt etwas sehr Dummes getan hätte. Er kann tatsächlich sehr liebenswert sein, wenn er nicht gerade meint, fürchterlich arrogant sein zu müssen.



Auch dir möchte ich die Möglichkeit geben, etwas zu sagen, was Tanja dich nicht hat sagen lassen. Immer raus mit deiner Meinung! 

Roveon wird von mir niemals erfahren, dass ich in den Schneesturm ging, um um sein Leben zu bitten. Ich denke, das würde ihm zu Kopf steigen, und das wollen wir ja nicht.




Liebe Tanja, wie war es für dich, Roveon zu schreiben? Wie hat dieser eigenwillige Magier zu dir gefunden?


Eigentlich war das ja alles vollkommen anders geplant gewesen! Mir schwirrte ein eiskalter, scharfzüngiger und blinder Magier im Hirn herum. Soweit stimmt das ja noch überein, allerdings wollte ich Thalis einen eigenen Roman spendieren. Erst ein Hinweis einer Freundin brachte mich dazu, beide Männer in einen Roman zu stecken und vor allem Roveon deutlich jünger als im ersten Entwurf zu gestalten. Jene ältere Fassung meines kleinen Feuerwerfers wäre reifer und vor allem erheblich selbstsicherer gewesen, und ich denke, ich hätte nicht halb so viel Spaß mit ihm gehabt wie mit Roveon.

Ich habe diesen Roman im April-Camp des NaNoWriMo geschrieben. Schreibgeschwindigkeit ist bei mir ganz oft der Indikator für Spaß an Geschichte und Figuren. Dass ich bei sehr vielen Szenen sehr gemein gelacht habe, ist dem Roman anzumerken, denke ich.


Welches Getränk verbindest du mit dieser Geschichte? 

Tee
Zum einen, weil meine Hauptdarsteller und Statisten sich in den Schreibpausen immer dringend aufwärmen mussten, zum anderen, weil ich während der Entstehung von „Roveon“ sehr viel Tee getrunken habe.









So ihr Lieben,
das war auch schon der erste Beitrag zur Schmachten und Schlachten-Reihe. Ich danke Roveon, Yaelin und Tanja, dass sie sich so geduldig meinen Fragen gestellt haben. Wenn ihr die Rezension nochmal lesen wollt, dann klickt einfach auf das Bild. 



https://tillyjonesbloggt.blogspot.com/2018/05/rezension-roveon-tanja-rast.html

Nächste Woche geht es dann mit Kenna weiter.

Liebe Grüße
Tilly















(Das Copyright von zitierten Texten, Bildern und Illustrationen liegt bei den Verlagen, Autoren und/oder den Illustrationen, die im Impressum erwähnt werden. Das Copyright der Rezensionen liegt bei mir. Zitate an anderen Stellen nur mit meiner ausdrücklichen Erlaubnis.)

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