Montag, 14. August 2017

Rezension: "Die Chronik der Dämonenfürsten - Teil", Monika Grasl




Inhalt/Meinung

Ich gebe zu, hier hat mich der Klappentext neugierig gemacht. Ich lese gerne Geschichten über Engel und finde alles, was dazu gehört, echt interessant. Und dann noch ein Engel des Todes? Na, da konnte ich ja kaum widerstehen! Also setzte ich mich hin und ließ mich von den Engeln gefangen nehmen…

In der Geschichte geht es um Evy Munro. Sie erfährt, dass sie an Lungenkrebs erkrankt ist und bald sterben wird. Als wäre das nicht schon genug, stellt sich ihr verhasster, arroganter Nachbar als ihr persönlicher Engel des Todes heraus, der sie auf ihrem letzten Weg begleiten soll. Und um dem noch die Krone aufzusetzen, offenbart sich ihr, dass ihre Seele wichtig für den Erhalt der Welt ist.
Auch wenn Evy gerade am Anfang sehr trotzig und missmutig ist, schafft sie es dennoch irgendwie mit alldem klar zu kommen. Natürlich nimmt sie alles erst einmal nicht an. Sie will weiterleben, schließlich hat sie Pläne! Große Pläne! Und so schnell ist sie nicht bereit, diese aufzugeben. Allerdings gibt es da einfach keinen Ausweg, denn der Krebs ist nun mal da und auch ohne Engel des Todes ist das ein Los, das nicht leicht zu tragen ist. Das ihr Engel dieses Los zwar leichter machen will, sie damit aber in den Wahnsinn treibt, hilft ihr nicht im Geringsten.
Evy war eine starke Protagonistin, die einen Moment brauchte, um in ihr aufgedrängtes Schicksal zu finden. Auch wenn sie es zuerst nicht annehmen wollte, so fand sie sich im Laufe der Geschichte damit ab und war gegen Ende sogar bereit, es ganz und gar anzunehmen.

Vincent, oder auch Engel des Todes, ist gar nicht begeistert, dass Evy sein neuer Schützling ist. Aber er nimmt seine Berufung sehr ernst und tut alles, um Evy auf ihrem Weg zu begleiten. Ich muss zugeben, dass ich ihn sogar etwas mehr mochte als Evy. Er wirkte auf mich immer ehrlich, aber nicht verletzend. Er meinte, was er sagte und wollte trotzdem immer nur das Beste. Für Evy, allen voran für sie. Egal, ob die Welt gerettet werden musste oder nicht.
Am besten fand ich, dass er auch auf emotionaler Ebene mit Evy verbunden war. Es machte ihr Leiden, das man ihr nicht immer ansah, für mich authentischer. Denn auch wenn sie es verbirgt, ist es ja trotzdem da. Je mehr Evy innerlich litt, desto mehr sah man es an Vincents Äußeren.

Die ganze Hintergrundgeschichte hat mich am meisten interessiert. Die Dämonen, der Papst, die Tore, die für die bösen Dämonen geöffnet wurden. All das war so interessant, dass ich Evy  zeitweise vergaß, auch wenn sie natürlich als Protagonistin immer wieder kam. Da „Der Engel des Todes“ der 1. Teil einer Reihe ist, erfahre ich natürlich noch längst nicht alles, aber genug, um neugierig zu sein, was noch passiert.

Das Ende war etwas, das mir dann aber dennoch irgendwie aufgestoßen ist. Es ging dann einfach zu schnell. Evys Seele soll geschützt und zeitgleich geopfert werden. Die Welt geht ihrem Ende entgegen. Ein Dämonenfürst steht kurz vor der Befreiung. Das sind alle Handlungsstränge die aufeinander zulaufen und zusammenfinden. Die auf eine gewaltige Explosion hindeuten, nur um dann irgendwie zu verpuffen. Ich weiß nicht, ob das Absicht war, da es ja irgendwie noch weitergeht, aber in diesem Augenblick war es leicht enttäuschend.

Fazit

„Die Chronik der Dämonenfürsten: Der Engel des Todes“ – Band 1 ist ein Einstieg in die Fantasyreihe von Monika Grasl, der neugierig macht. Ihr Schreibstil zieht den Leser sofort in die Geschichte und lässt ihn auch nur schwer wieder raus. Das ganze Drumherum lässt die Geschichte um Evy zwar etwas in den Hintergrund rutschen, sorgt aber so für sehr viel Spannung, die den Leser kontinuierlich im Buch hält.


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Klappentext

Die Studentin Evy Munro leidet an Lungenkrebs. Doch das ist nicht ihr einziges Problem, denn ihr verhasster Nachbar Vincent stellt sich plötzlich als ihr persönlicher Engel des Todes vor, der ihr dabei helfen soll, mit ihrem Leben abzuschließen.
Obwohl Vincent nichts Genaues von seinem Vorgesetzten Azrael erfährt, ahnt er schnell, dass hinter diesem Auftrag noch viel mehr steckt. Als Dämonenboten auftauchen und Jagd auf Evy machen, wird ihm klar, dass der Dämonenfürst Dantalion Krieg in die Welt bringen will. Dafür muss er Evys Seele vernichten, die laut einer Prophezeiung verhindern könnte, dass die Kreaturen der Hölle die Erde betreten. Doch auch Azrael braucht ihre Seele.
Muss sie aber wirklich geopfert werden, um die Menschheit vor dem drohenden Krieg zu bewahren? Gibt es keine andere Möglichkeit, Dantalion am Ausbruch zu hindern?









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